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25. Oktober 2007
Schimmelbildung - Baumangel oder falsches Lüftungsverhalten des Mieters?

Minden-Lübbecke - In der Herbstversammlung des Jahres 2007 waren etwa 200 Mitglieder der Einladungen nach Minden und Lübbecke gefolgt. Malermeister Thomas Ellerhoff referierte zum Thema „Schimmelbildung – Baumangel oder falsches Lüftungsverhalten“.

Um einer Schimmelbildung vorzubeugen, sollten Vermieter ihren Mietern entsprechende Hinweise zum Lüftungsverhalten übergeben. Denn häufig entsteht Schimmel erst, wenn nicht ausreichend gelüftet wird. Schimmelpilzbefall ist ein ernst zu nehmendes Problem. Die Hauptursache ist eine zu hohe Feuchte. Als Nahrung reicht eine Papiertapete oder der Staub auf der Wand. Schimmelpilz sieht nicht nur unappetitlich aus und riecht muffig, er kann auch Gesundheitsstörungen verursachen.

Neubauten bzw. sanierte Gebäude sind heute „dichter“ als früher. Gummidichtungen in Fenstern oder Türen und effektiver Wärmeschutz verhindern eine unfreiwillige Lüftung, wie sie zu Großmutters Zeiten üblich war. Für die Bewohner von Wohnungen heißt das: Mehr und richtig dosiert zu lüften, damit Schimmelpilzbefall und Schadstoffbelastungen vermieden werden.

Die meiste Feuchte verursacht man selbst z.B. beim Duschen, Baden, Wäschetrocknen und Kochen. Aber auch durch Atmen und Schwitzen. Eine weitere Feuchtequelle sind Zimmerpflanzen: praktisch das gesamte Gießwasser kommt letztendlich in die Raumluft. Daneben erhöhen Aquarien (vor allem ohne Abdeckung) und Zimmerspringbrunnen die Luftfeuchte. In einem 3-Personen-Haushalt summieren sich alle Feuchtequellen auf täglich etwa 6 bis 8 Liter.

Eine heute oft geforderte energietische Sanierung des Hauses kann eine besonders kritische Feuchtesituation auslösen: z. B. wenn die Fenster erneuert werden und an der Außenwand eine Wärmedämmung erfolgt. In diesem Fall muss man häufiger bzw. länger lüften. Vermieter sollten in so einem Fall ihren Mietern ein Hygrometer aushändigen damit diese die Luftfeuchtigkeit kontrollieren können. Entsprechende Messgeräte können zum Preis von 30,00 € bei Haus und Grund in der Pöttcherstrasse erworben werden. Weiterhin wird eine Broschüre bereitgestellt.

Viele Fehler werden aber auch beim Lüften selbst gemacht. Als größter Fehler erweist sich dabei oft ein auf kipp gestelltes Fenster. Diese Fensterstellung bewirkt nur ein Auskühlen des Raumes ohne das ein Luftaustausch stattfindet. Erst die sogenannte Stoß- oder Querlüftung bewirkt einen intensiven Luftaustausch. Auch erhöht man seinen Energieverbrauch und damit die Heizkosten drastisch, wenn Fenster über längere Zeit oder immer angekippt bleiben.

Die relative Feuchte ist von der Temperatur der Luft abhängig. Faustregel: Warme Luft nimmt mehr Feuchte auf als kalte Luft. Das hat zweierlei Konsequenzen: Ist es außen kälter als in der Wohnung, können man durch Lüften die Raumluft trocknen. Die kalte Außenluft wird in der Wohnung erwärmt und nimmt Feuchte auf. Überall in der Wohnung, wo niedrige Temperaturen auftreten, kann es hingegen kritisch feucht werden. Zum Beispiel im Schlafzimmer, in dem man kühl schlafen will. Deshalb sollte in allen Räumen mindestens eine Temperatur von 16 °C vorherrschen.

Hat man alle Tipps zum richtigen Lüften und Heizen beachtet und es ist trotzdem Schimmelpilz aufgetreten kann dieses auf Baumängel hindeuten. Die Folgen eines undichten Daches, einer schadhaften Feuchtesperre oder einer ausgeprägten „Wärmebrücke“ kann man nicht „weglüften“. Kontaktieren sollte man in so einen Fall einen Bausachverständigen. Haus & Grund ist bei der Vermittlung von geeigneten Sachverständigen behilflich.

Im Onlineservice-Center steht unseren Mitgliedern exclusiv das ausführliche Referat mit weiteren ergänzenden Hinweisen sowie die Broschüre der DENA "Gesund Wohnen durch richtiges Lüften und Heizen" zur Verfügung.



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