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16. Mai 2002
In Bremen gehen Wünsche in Erfüllung
H&G Minden auf Tagesfahrt in Bremen

Minden – Ob Wünsche in Erfüllung gehen, das wird demnächst Mindens H&G-Mitglied Edith Parys erfahren. Einer alten Legende zufolge gehen demjenigen alle Wünsche in Erfüllung der dem Esel der Bremer Stadtmusikanten beide Vorderbeine umfaßt hat.

Die diesjährige Tagesfahrt von H&G Minden führte mehr als 60 Mitglieder in die alte Hansestadt Bremen. In Begleitung von Stadtführern gelangten die Mitglieder zunächst in die “gute Stube” Bremens, dem Marktplatz, der allerdings z.Zt. grundlegend restauriert und umgebaut wird. Weiter ging es in Richtung Böttcherstrasse, der alten Handwerkerstrasse Bremens. Den Eingang zur Böttcherstraße ziert das Relief "Der Lichtbringer" von B. Hoetger. Es zeigt den Kampf Gut gegen Böse (Erzengel Michael gegen den Höllendrachen). Um 12.00 Uhr begann am Haus des Glockenspiels das berühmte Glockenspiel von 30 hängenden Glocken aus Meißner Porzellan, die dreimal am Tag die Melodien von zehn verschiedenen Liedern spielen. Gleichzeitig beginnt am Nachbargiebel ein Tafelzyklus, der in chronologischer Reihenfolge bedeutende Seefahrer und Luftfahrt-Pioniere zeigt.

Das Schnorr-Viertel, die nächste Etappe des Tages, ist das eigentliche Altstadtviertel Bremens. Woher der Name Schnorr (Schnur) kam, das wußten die Mitglieder sofort: ganz schmale, enge Gassen mit kleinen, aneinander "gepressten" Häusern wie an einer Schnur gereiht geben diesem Viertel seinen Namen und sein einzigartiges Flair.

Mittagessen gab es in einem alten Piratenschiff auf der Weser. Die “Admiral Nelson” ist ein Pfannkuchenschiff, das direkt an der Weserpromenade festgemacht hat. Pfannkuchen in allen erdenklichen Variationen gehörten zu den gereichten Spezialitäten.

Am Nachmittag ging es weiter in Richtung “Universum Science Center Bremen”. Bereits das futuristische Gebäude weckt Neugierde. Ein Wal? Eine Muschel? Oder doch eine Pistazie? Wer durch die Außenhaut aus über 40.000 Edelstahlschindeln tritt, erlebt die Faszination Wissenschaft mit den eigenen Sinnen, wird auf 4.000 qm und an über 200 Exponaten selbst zu einem Forscher und Entdecker. So auch die Mitglieder von H&G Minden. Sie erlebten auf der “Expedition Erde” wie es sich anfühlt, wenn man durch ein Erdbeben so richtig durchgeschüttelt wird, machten eine Reise vom Mittelpunkt der Erde bis in die luftigen Höhen der Atmosphäre oder erlebten in einen U-Boot, wie es in 30 km Tiefe auf dem Meeresgrund aussieht. Die “Expedition Mensch” führte vom Moment der Zeugung bis in die Welten des menschlichen Geistes. Die Mitglieder konnten im so genannten Taktildom die eigenen Tastsinne wieder neu entdecken oder testen, wie gut ihr Geruchssinn, die Reaktionsfähigkeit oder das Gehör ist. Die “Expedition Kosmos” zeigte die Welt der Sterne bis hin zu den kleinsten Bausteinen der Materie.

Ein Wunsch ging jedoch schon vorzeitig in Erfüllung: strahlender Sonnenschein und die vorbildliche Organisation durch das Geschäftsstellenteam Regine Wehking und Iris Prasse machten diesen Tag wieder zu einem unvergessen Erlebnis.

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